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Klimaschutz in Pflegeeinrichtungen

In Deutschland gibt es rund 11 000 Alten- und Pflegeheime, die für 800 000 ältere Mitbürger als Wohnstätte dienen. Der effiziente Umgang mit Energie in Pflegeeinrichtungen ist daher sehr wichtig für den Klimaschutz in Deutschland.

Für eine Reduzierung des Energieverbrauchs und der Energiekosten in Alten- und Pflegeheimen sind ein funktionierendes Energiemanagement und die Förderung eines energiebewussten Verhaltens bei Mitarbeitern und Bewohnern ebenso wichtig wie technische Verbesserungen bei Gebäuden und Anlagen. Zahlreiche Einrichtungen haben bereits gezeigt, dass eine Reduzierung des Energieverbrauchs und eine Senkung der Energiekosten auch ohne Einbußen an Qualität und Komfort für die Bewohner möglich sind.

Hohes Einsparpotential

Das enorme Potential für Energieeinsparungen im Pflegesektor wurde anhand von einer Erhebung (PDF) gezeigt. In einigen der untersuchten Einrichtungen wurden bis zu 13 MWh Heizenergie und bis zu 5,5 MWh elektrische Energie pro Bewohner und Jahr verbraucht. Diese Energiemengen reichen in der Regel aus, um ein gesamtes Einfamilienhaus zu beheizen und eine sechsköpfige Familie mit elektrischem Strom zu versorgen. Selbst bei den Einrichtungen mit den niedrigsten Energieverbräuchen gehen die Heimleiter davon aus, dass durch eine Schärfung des Energiebewusstseins noch weitere Einsparungen möglich wären.

Kommunikation ist der Schlüssel

Wie wichtig Information und Kommunikation für einen bewussten Umgang mit Energie sind, zeigen die Ergebnisse dieser Studie:

In einer Untersuchung mit 190 Mietparteien in Essen, München und Berlin wurden Mieter monatlich über ihren Wärmeverbrauch informiert. Die informierten Mieter sparten durchschnittlich 16 % an Wärme ein während der Wärmeverbrauch von nicht informierten Mietern konstant blieb. Auch der Verbrauch der Nachbarn, die nicht am Projekt teilnahmen, sank um 12 % durch Mund-zu-Mund-Propaganda. Mehr Informationen über das Projekt finden Sie hier.